Produktion im Ringofen

Der Ringofen revolutionierte die Ziegelindustrie des 19. Jahrhunderts. Der kontinuierliche Brand lieferte zum ersten Mal eine gleich bleibende Qualität der Ziegel.

Ein Ringofen besteht aus einem großen Oval mit etwa 14-20 Brennkammern, in denen unabhängig voneinander Feuer unterhalten werden kann. Durch eine ausgeklügelte Be- und Entlüftung der Kammern besitzt er eine besonders hohe Brennstoffökonomie und ist eines der wirtschaftlichsten Brennaggregate überhaupt. So erwärmen zum Beispiel die gebrannten Ziegel die Zugluft für das Feuer, was diese wiederum schneller abkühlen lässt, während die heißen Abgase die Rohlinge trocknen und vorerhitzen.

Bis der Lehm zum Klinker wird, vergehen etwa 12-15 Tage.

Tag 1: Lehm und Ton werden abgebaut und zu Ziegelrohlingen gepresst.
Tag 2-5: Die Rohlinge werden durch Ofen-Abluft getrocknet.
Tag 5: Die Rohlinge werden in den Ofen eingesetzt und die Kammern verschlossen. Beim Hand- oder Wasserstrichverfahren werden die Rohlinge wie mit einer Kuchenform einzeln geformt.
Tag 5-9: Der Brennvorgang beginnt. Es werden Temperaturen von bis zu 1200°C erreicht.
Tag 10-14: Der Abkühlvorgang beginnt, die Kammern werden für Zuluft geöffnet.
Tag 14-15: Die fertigen Ziegel kommen aus dem Ofen.
Tag 15: Lagerung auf Paletten und Transport zum Endverbraucher.

Das Ergebnis sind Klinker, die der Hochbaunorm EN 771-1 entsprechen und durch ihre geprüfte Qualität auch den Güteschutz für Ziegel erhalten. Durch die ständige Verbesserung der Rezepturen und Brennverfahren bleiben Ringofenklinker ein innovatives Produkt.

Haben Sie Interesse sich die Entstehung von Ringofenklinkern vor Ort anzusehen? Kontaktieren Sie uns, wir machen eine Besichtigung möglich.